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Vorkämpfer für die SPD in Grafenberg

Günter Maisch und Reimar Mayer traten beide 1957 in die SPD ein. Soziale Gerechtigkeit in einer aufstrebenden Wirtschaft, Solidarität mit den Mitmenschen und der Wille, an der politischen Gestaltung der jungen Bundesrepublik, des Landes Baden-Württemberg und der Heimatgemeinde Grafenberg mitzuarbeiten, waren die treibenden Motive. Ihre Arbeit in Grafenberg und die Zusammenarbeit mit dem SPD-Ortsverein in Kohlberg legten den Grundstein für das Werben junger Mitglieder und der späteren Gründung des Ortsvereins Grafenberg.

Die sehr kontroversen politischen Diskussionen um die Kreis- und Verwaltungsreform Anfang der 70er Jahre ließen Günter Maisch zweifeln und führten letztlich zu seinem Austritt aus der SPD. Da er aber immer sehr starke Wurzeln in seiner SPD hatte, war dies nur eine Unterbrechung und er trat 10 Jahre später wieder ein. Dennoch sind es mittlerweile 40 Jahre Mitgliedschaft geworden, eine treue Verbindung und Beispiel für Viele. Leider konnte Günter Maisch bei der Ehrung nicht anwesend sein, sie wird aber im kleinen Kreis nachgeholt werden, denn es gilt aufrichtig Dank zu sagen.

 

Reimar Mayer ließ sich durch politische Strömungen nicht beirren und engagierte sich in der SPD und in der Gemeinde Grafenberg. Er half, den Ortsverein aus der Taufe zu heben, erstmals einen Genossen in den Gemeinderat zu bringen und vielfältige Themen in die Öffentlichkeit zu tragen. Er übernahm in den 70er Jahren den Vorsitz des SPD-Ortsvereins und rückte 1982 in den Gemeinderat nach. Dort verblieb er über 15 Jahre lang, engagiert, fachkundig und bei allen Meinungsunterschieden ausgleichend in der Art. Dabei hielt er seine Linie der Verantwortung der Gesellschaft für alle Mitglieder ? gerade für die Schwachen -, soziale Gerechtigkeit für Alle, den Generationenvertrag und die Verpflichtung für Frieden zu streiten, immer durch.

Für diesen Einsatz für die SPD und die Gemeinschaft dankten und würdigten ihn Sebastian Weigle als Kreisvorsitzender und Wolfgang Vöhringer als Ortsvereinsvorsitzender in einer Feierstunde am Mittwoch, dem 14. November, in der Grafenberger Ortsbücherei, im Kreise von Genossen und Gästen. In seiner kurzen Erwiderung wies Reimar Mayer darauf hin, dass die Zeiten zwar anders geworden seien, der Einsatz für die von ihm immer besetzten Themen aber nach wie vor kraftvoll erfolgen müsse. Die Wächter- und Gestalterfunktion, welche der SPD zukomme, habe in ihrer Bedeutung nichts verloren, das zeigten die Ereignisse der vergangenen Jahre.

Mit einem kleinen Umtrunk und, nicht nur politischen, Gesprächen klang der Abend aus.